Nach dem Empfang des Tieres liegt es allein in der Verantwortung des Käufers, das Potenzial des Tieres auszuschöpfen. Der Käufer hat die größte Freude an den Tieren, indem er die Umgebungsbedingungen für die Tiere optimiert. Es ist wichtig, den Tieren einen guten Start im Betrieb zu bereiten und sie gut zu behandeln.

Futter, Aufstallung, Inventar (hierunter Bodenart), Entwicklungsbedingungen und Management sind z. B. Verhältnisse, die großen Einfluss auf die Leistungserwartung der Tiere haben.

Neue Zuchttiere sollen sofort nach Ankunft von einem Schweinekundigen untersucht werden, sodass der Käufer schnell auf etw. Fehler und Mängel reagieren kann. In den ersten Tagen nach Ankunft müssen die Tiere in regelmäßigen Abständen besichtigt werden, und wenn die Qualität nicht wie vereinbart ist, muss der Verkäufer sowie ggfs. ein Berater bzw. Tierarzt informiert werden.

Bei der Beurteilung der Tiere sollte berücksichtigt werden, dass der Transport eine große Belastung gewesen sein könnte. Die genauen Zeitfristen und Vorgehensweisen bezüglich Reklamationen sind auf der Rückseite des Lieferscheins aufgeführt, der immer zusammen mit den Tieren folgen muss. Die abschließende Beurteilung und Annahme der Tiere kann zwei bis vier Wochen nach der Lieferung erfolgen.

Beim Empfang der Tiere sollte der Käufer, außer sich einen Eindruck über den allgemeinen Gesundheitszustand der Tiere zu machen, Folgendes überprüfen:

  • dass die Nummer der Ohrenmarke am Tier mit der auf dem Lieferschein übereinstimmt
  • dass die vereinbarten Impfungen vorgenommen wurden
  • ob Transportschäden eingetreten sind
  • den Körperbau der Tiere
  • die Beine und Klauen, hierunter auch die Beinstellung
  • das Gesäuge
  • das Alter und Gewicht

Quarantäneräume - Ihre Sicherheit
Setzen Sie die neu eingekauften Tiere in einen zugelassenen Quarantäneraum, damit Sie die Ansteckungsgefahr für Ihren Betrieb minimieren. Durch die Isolierung der neu eingekauften Tiere für mindestens 6 Wochen haben Sie nämlich die Möglichkeit, mögliche versteckte Ansteckungskrankheiten zu entdecken, und können so verhindern, dass derartige Krankheiten auf Ihren Tierbestand übertragen werden.

Ihr Quarantäneraum sollte:

  • weit von Ihrem vorhandenen Bestand entfernt und ohne eine direkte Verbindung dazu platziert sein
  • einen eigenen Vorraum mit Handwaschbecken und einer Umkleidemöglichkeit besitzen
  • nur über eine gemeinsame Futter- und Ausmistanlage verfügen, wenn sichergestellt ist, dass eine vollständige Abdichtung zwischen dem Areal Ihres Bestands und dem Quarantänestall vorhanden ist.