Um den wirtschaftlichen Wert zu berechnen, wurde ein Simulationsmodell einer Mastherde aufgebaut, in dem alle Ausgaben für Futter, Tierarztkosten, Miete, Arbeitslöhne usw. erfasst werden. Die Einnahmen aus der Schlachtung werden ebenfalls erfasst. Die Verlegung von der Abferkelbucht in den Klimastall und weiter in den Maststall ist modelliert. Der Lebenszyklus der Sau, und zwar Belegung – etw. Neubelegung – Trächtigkeit, Abferkelung und Absetzen, ist ebenfalls berücksichtigt. Das Modell hat über 200 wirtschaftliche und biologische Eingabeparameter - hierunter auch die Merkmale des Zuchtziels. Mit diesen Angaben über die wirtschaftlichen und biologischen Verhältnisse berechnet das Simulationsmodell den Gewinn pro kg produziertes Schweinefleisch und anschließend pro Schlachtschwein.

Danach werden die Eingabeparameter für jedes Merkmal des Zuchtziels jeweils einzeln um eine Einheit verändert - alles andere bleibt gleich. Anschließend berechnet das Simulationsmodell den Gewinn pro Schlachtschwein nach Verbesserung eines gegebenen Merkmals um eine Einheit. Die Veränderung des Gewinns pro Schlachtschwein ist der Gegenwert der Verbesserung des geänderten Merkmals um eine Einheit.

Die wirtschaftlichen Parameter sind selbstverständlich von den Eingabeparametern abhängig. Wenn sich die Futterpreise, Stundenlöhne, der Mechanisierungsgrad und die Abrechnungspreise des Schlachthofs ändern, werden sich die optimalen wirtschaftlichen Parameter ebenfalls ändern.

Bei Änderungen im Zuchtziel versucht man, die Bedingungen für die Schweineproduktion noch einige Jahre fortzuschreiben. In der Praxis erfolgt dies dadurch, dass man die Jahresbilanzen für einige der rentabelsten Schweineproduktionsbetriebe als Ausgangspunkt nimmt.